Verbandstag und Wechsel im Vorstand des Landesverbandes Nord (VFN e.V.)

Der VFN hat seinen Landesverbandstag am 23. März bei den Freunden des HFK Hamburg in deren Vereinsgebäude durchgeführt.
Neben dem regen Austausch unter den Mitgliedsvereinen standen der Rückblick auf die zahlreichen sportlichen Aktivitäten im Landesverband sowie die turnusgemäßen Wahlen an. Auch wurde über die Beteiligung des VFN an der Messe „oohh! FreizeitWelten 2019“ in Hamburg berichtet.
Edgar Nesseler vertrat an diesem Tag das Präsidium des DFK. Er lobte das besondere Engagement des VFN in Bezug auf Öffentlichkeitsarbeit. Der mittlerweile dritte Auftritt auf der Messe Reisen in Hamburg hat stets eine große Breitenwirkung. Er sicherte hierfür die weitere finanzielle Unterstützung des DFK zu. Ebenso bedankte er sich für die finanzielle und personelle Unterstützung des VFN und seiner Mitgliedsvereine bei Mee(h)r Erleben in Rosenfelde.
Hartmut Wöhltjen, der Vorsitzende des benachbarten Landesverbandes Niedersachsen/Bremen (NFK e.V.) überbrachte die Grüße seines Landesverbandes.
Wie stets sind die üblichen Regularien wie Berichte, Kassen- und Revisionsbericht, Entlastung und Anträge an solchen Tagen abzuhalten.
Außergewöhnlich war dieses Mal die Wahl eines neuen Vorsitzenden. Joachim Poetsch, der diesem Gremium seit der Gründung im Jahre 2011 vorsaß und davor dem alten Landesverband NVSH seit 2002 angehörte, kandidierte nicht wieder.
Heiko Herzberg (Kassenwart, Geschäftsführung) und Otto Griefnow (2. Vors.) würdigten in einer Rückschau die besonderen Leistungen von Joachim, er hat den Vereinen im Landesverband häufig beratend zur Seite gestanden und den Landesverband beim DFK wirkungsvoll vertreten. Sein besonderes Wirken für die Jugend auf Landes- und Bundesebene wurde hervorgehoben. Matina Höhne (Vors. HSN) als ehemals langjährige Vorsitzende der fkk-jugend  Hamburg/Schleswig-Holstein betonte dies ebenfalls in ihrem Dankeschön. Natürlich folgte ein Dankeschön durch zahlreiche Präsente. Hartmut Wöhltjen ließ es sich nicht nehmen, den Dank und einen Präsentkorb seines Landesverbandes zu überbringen. Auch Edgar Nesseler ging noch einmal auf die Leistung von Joachim auf Bundesebene ein. Joachim wird uns weiterhin als Ehrenratsmitglied auf Landesebene und bei der fkk-jugend Bund erhalten bleiben. Wir danken Ihm an dieser Stelle mit aller Herzlichkeit.
In den darauf folgenden Wahlen für den Vorstand konnte Heiko Herzberg für den Vorsitz gewonnen werden. Er wurde einstimmig gewählt. Ihm folgte für die Kassengeschäfte Maik Johannsen vom Lübecker Sport- und Naturistenverein. Marco Freytag führt das Amt des Sportwartes weiter.

Heiko Herzberg, Maik Johannsen, Joachim Poetsch

Ein herzliches Dankeschön geht an Rüdiger und Andrea Feddern vom Vorstand des HFK, die uns mit ihren Helfern an diesem Tag köstlich bewirtet und die Organisation dieser Veranstaltung getragen haben.

Otto Griefnow

oohh! FreizeitWelten 2019: Hohe Erwartungen an Messe für Freizeit und Urlaub wurden übertroffen

Der DFK präsentierte sich – unterstützt durch den VFN – vom 06. – 10.02.2019 bei der zweiten Auflage der „oohh! Die FreizeitWelten“ der Hamburg Messe. Die „FreizeitWelten“ fasst fünf Themenschwerpunkte zusammen: die Reisen Hamburg, erstmals die Fotohaven Hamburg, die Kreuzfahrtwelt Hamburg, die Caravaning Hamburg und die Rad Hamburg. Zeitgleich fanden die Autotage Hamburg statt. In den elf, ca. 77.000 m2 großen Messehallen waren etwa 750 Aussteller vertreten und die Messe wurde nach ersten Schätzungen von  rund 77.000 Gästen besucht, von denen allein am Samstag mehr als 25.000 kamen. Damit wurden die Erwartungen der Veranstalter mehr als erfüllt und es waren über 6.000 Besucher mehr gekommen als 2018.
Unser neuer, moderner Messestand wurde rege besucht und wir konnten viele interessante Gespräche zu Themen wie Sportangebote und Jugendarbeit sowie das Leben in den Vereinen und Möglichkeiten von Mitgliedschaften führen. Überrascht hat uns die häufige Aussage, dass die FKK-Bewegung vielen Besuchern nicht bekannt ist. Sehr viele Gesprächspartner nahmen sich die „fkk direkt“ mit und machten die Aussage, dass sie diese Informationen nutzen wollen, um einzelne Gelände und Vereine zu besuchen und dort eventuell auch eine Mitgliedschaft anzustreben.

Besonders positiv wurde aufgenommen, dass es einen FKK-Campingplatz in der Nähe von Hamburg gibt. Das Interesse an der FKK-Camping Rosenfelder Strand war somit recht groß. Vor allem junge Familien fanden die Angebote sehr interessant. Sehr positiv wurde aufgenommen, dass es in Rosenfelde die Möglichkeit gibt, ohne eigenen Wohnwagen oder Zelt Urlaub machen zu können.
Enttäuscht waren wir vom Interesse unserer Verbandsvereine an dieser Messe. Lediglich einer unserer großen Vereine hat uns Informationsmaterial zur Verfügung gestellt! Wir wurden mehrfach nach Möglichkeiten gefragt, wo es in Hamburg und Umgebung möglich ist, FKK zu betreiben. Die Fragen hierzu haben wir natürlich beantwortet, aber viel besser wäre es gewesen, wenn wir hätten Flyer oder Broschüren ausgeben können.
Bei den Vereinen, die Informationsmaterial zur Verfügung gestellt haben, bedanken wir uns auf diesem Weg!
Bedanken wollen wir uns auch bei Heiko und Marco, die an allen fünf Tagen den DFK-Messestand betreut haben und die am Samstag von einem Mitglied des BffL Ostseefreunde e.V. und am Sonntag von einem Vertreter der fkk-jugend LV Nord unterstützt wurden.
Wir freuen uns schon heute vom 05. -09.02.2020 auf der Messe „oohh! FreizeitWelten“ wieder unsere Vereine und Gelände interessierten Besuchern vorstellen zu können.

Erste Messe „Freizeitwelten“ in Hamburg

Mit dem neuen Konzept der Messe „Freizeitwelten“ wurden in Hamburg vier Messen gleichzeitig durchgeführt. Neben der „Reisen Hamburg“ konnten auch die parallel stattfindenden Messen „Rad Hamburg“, „Caravaning Hamburg“ und „Kreuzfahrtwelt Hamburg“ besucht werden. Zusätzlich wurden in einer weiteren Ausstellungshalle die „Autotage Hamburg“ durchgeführt.

Vom 07.02. bis 11.02.2018 präsentierten sich ca. 800 Aussteller auf dem 77.000 m2 großen Messegelände. Laut Veranstalter besuchten 73.000 Menschen die Veranstaltung.

Wie im vergangenen Jahr präsentierte der VFN Nord seine Mitgliedsvereine aus Hamburg und Schleswig-Holstein sowie den DFK. Für ausreichend Informationsmaterial war gesorgt.

Ebenso wie auf der Reisen 2017 war unsere Landesjugend als Nebenaussteller auf der Messe angemeldet und somit im offiziellen Ausstellerverzeichnis aufgeführt.

Der erste Ausstellungstag verlief gut und es wurden viele interessante Gespräche mit den Besuchern an unserem Stand geführt. Das ließ auf tolle fünf Tage hoffen. Am Wochenende wurden diese Erwartungen auch erfüllt, aber der zweite und dritte Tag zeichneten sich durch einen nicht besonders starken Besuch in unserer Ausstellungshalle aus.

Es lässt sich auf jeden Fall sagen, dass die Besucher gezielter zu den Ständen gingen, um sich dort zu informieren.

Wiederum „Renner“ am Informationsstand waren die DFK-Hefte „FKK-DIREKT“ und das Reiseprogramm von Miramare. Ebenfalls sehr gut angenommen wurden die Flyer unserer Vereine sowie die des FKK-Camping am Rosenfelder Strand, da wieder nach Erholungszielen in der näheren Umgebung gesucht wurde. Auch die von unseren Vereinen zur Verfügung gestellten Gutscheine zum freien Eintritt wurden gerne angenommen. Sehr interessiert zeigten sich viele über die Fördermitgliedschaft im DFK, da sie bereits FKK-Reisen machen und so u.a. detaillierte Information durch die Publikationen des DFK erhalten können.

Das Fazit aus dem vergangenen Jahr lässt sich wiederholen: Es lohnt sich auf der Messe gewesen zu sein! Es wäre zu wünschen, dass wir in 2019 wieder an der Messe teilnehmen können. Auf diesem Weg bedanken wir uns beim DFK für die finanzielle Unterstützung, die uns die Teilnahme erst ermöglicht hat.

Auf diesem Weg bedankt sich der Vorstand des VFN Nord auch bei allen, die während der Messe und bei der Vorbereitung mitgearbeitet und uns unterstützt haben.

Faszination des Einfachen

Faszination des Einfachen

Familienfreizeit „Mee(h)r erleben“ zieht nicht ohne Grund viel Publikum an

 

Mee(h)r erleben? Mehr erleben? Meer erleben? Was ist es, was die internationale Familienfreizeit „Mee(h)r erleben“ ausmacht, die der Deutsche Verband für Freikörperkultur (DFK), die Familiensportgemeinschaft Nordrhein-Westfalen (FSG-NW) und die Internationale Naturistenföderation (INF) alljährlich auf dem FKK-Campingplatz am Rosenfelder Strand veranstalten?
Gemeinsame Lebenshaltung
Es ist gar nicht so schwer, eine Antwort zu geben. „Mee(h)r erleben“ nimmt seine Faszination aus der Einfachheit. Wer dies nicht glauben will, der wird bei einem Spaziergang über die Wege des Naturistencamps an der Ostsee natürlich vom Gegenteil überzeugt. Denn im Schatten der Wohnmobile, Wohnwagen und unzähligen Zelte begegnen sich die Menschen. Sie reden miteinander, sie essen miteinander und sie vergewissern sich gegenseitig, dass sie eine gemeinsame Lebenshaltung schätzen.Das Nacktsein ist eins. Es hat etwas mit innerer Freiheit zu tun, mit Unbekümmertheit, vielleicht auch etwas mit Protest. Schließlich wird auch eine Stattdessen-Haltung spürbar. Massen von Menschen suchen den Weg in Hotels und Ferienanlagen mit dem ultimativen All-Inclusive-Angebot. Massen von Menschen achten darauf, dass am Tage der Bikini und die Badehose gut sitzen und am Abend das frisch gebügelte Hemd oder Kleid keine Knitterfalte zeigt. „Mee(h)r erleben“ bietet etwas Anderes. Es ist die Freude am Ungezwungenen. Bilder, die im Kopf bleiben. Wo die Gegenwart das Polierte und auf Hochglanz Gebrachte sucht, da zeigt „Meehr erleben“ das Natürliche, ist offen für das, was ist, wie es ist. „Mee(h)r erleben“ will, dass es mehr Sein als Schein gibt. Insbesondere die Angebote für die Kinder und Jugendlichen zeigen einen Kern dessen, was „Mee(h)r erleben“ ausmacht. Welche Erinnerungen aus Kindheit und Jugend sind jedem geblieben? Es sind die Erfahrungen von Gemeinschaft und alltäglichen Erlebnissen, die man im Laufe von Jahren bis zum Mythos aufbaut. Es sind die einfachen Angebote, die die Zeit ausfüllen.Das Kubb-Turnier, die Neptun-Taufe und das Lagerfeuer sind Bilder, die im Kopf bleiben – und die möglicherweise nicht austauschbar sind wie die Animationen in einem Ferienpark. Das Lächeln der Teamer kommt sicher aus dem Herzen, das Lächeln der Animateure steht im Verdacht, eine Fassade zu sein. Es gibt keinen Swimmingpool, der mit vielen Spielereien den Erlebnischarakter steigert. Es gibt eine Spielplatzrutsche, die zur Wasserrutsche umfunktioniert wurde und mit einfachen Mitteln dasselbe Ziel erreicht.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können bei „Mee(h)r erleben“ nicht an einer verchromten Bar hocken. Sie haben aber die Möglichkeit, den Charme eines Festzeltes und von Biertischgarnituren in einem gemütlichen Wäldchen zu erleben. Weniger ist mehr, hat man immer wieder im Sinn, wenn man nicht an einer Vielzahl von Cocktails und Alkopops auswählen kann, sondern die Bodenständigkeit eines kühlen Bieres oder eines gekühlten Sektes genießen kann.

Am Rosenfelder Strand gibt es keinen Kampf um die Sonnenliegen. Am natürlich belassenen Strand sucht sich jeder seinen Platz. Es macht jeder, was er will. Es schaut auch jeder aus, wie er will. Wo man barfuß bis zum Hals ist, ist es egal, ob man dick oder dünn, hübsch oder hässlich ist, bei „Mee(h)r erleben“ darf man einfach so sein, wie man ist.

Die ersten Begegnungen des Tages sind an der Brötchentheke des Campingplatz eigenen Supermarktes. Ideen für den Tag werden schon dann entwickelt, wenn man mit der gefüllten Brötchentüte den Weg zum eigenen Zelt oder Campingwagen geht. Nicht selten zeigen sich dann schon die Planungen für den Abend, wenn die Familien den gemeinschaftlichen Grillabend oder den gemeinsamen Spieleabend ins Visier nehmen. Diese Gemütlichkeit bietet das Abendbüffet im Sternehotel nicht.

Nachhaltigkeit ist möglich
In der Gegenwart wird häufig die Nachhaltigkeit im Munde geführt. Während sich die Wege des Urlaubers beim Checkout im Hotel, spätestens am Flughafen trennen, bietet „Mee(h)r erleben“ nicht nur über die gemeinsame Lebenshaltung Nachhaltigkeit an. „Fortsetzung folgt“ ist möglich, wenn sich die Freundinnen und Freunde des Nacktseins in den heimischen DFK-Vereinen wieder treffen können.
Mee(h)r erleben heißt Meer erleben und Mehr erleben – und dies soll auch so bleiben …
Text: Christoph Müller

Kubb-Wochenende auf dem NBI

9. FKK-Familien-Kubbturnier des VFN Nord und der fkk-jugend HH/SH

Am Wochenende vom 30.06. bis 02.07.2017 sollte das Kubb-Wochenende des VFN mit der fkk-jugend stattfinden. Allerdings haben wir uns am Freitag dazu entschlossen, erst am Samstagmorgen zu fahren. Denn wir hatten keine große Lust, bei dem starken Dauerregen nach Itzehoe zu fahren, wo wir auch noch Zelte hätten aufbauen müssen.
So kam es also, dass wir alle Samstag früh aufstanden, um uns dann auf den Weg zum Gelände zu machen. Sah es bei uns in Norderstedt noch sehr wolkig aus und fielen ein paar Tropfen, so wurde uns von Marco versprochen, dass in Itzehoe die Sonne scheinen sollte. Nachdem wir dort allerdings ankamen, sah man nichts von dem gelben Ei am Himmel.
Wir ließen uns allerdings nicht von dem bisschen Nass die Laune verderben und so begrüßten wir die anderen Personen. Lustiger Weise hatte es sich nicht rumgesprochen, dass wir, die Jugend, doch erst am Samstag anreisen und so begegneten wir einigen verwirrten Blicken.

Nach einem ausgiebigen Frühstück fanden wir uns mit allen Teilnehmern des Kubbturnieres zusammen und keine 20 Minuten später wurden die ersten Teampaare ausgelost und die erste Runde konnte beginnen. Ein Spiel sollte 20 Minuten dauern, denn wie uns vergangene Jahre bewiesen haben, kann sich ein Spiel ohne Zeitvorgabe auch mal sehr in die Länge ziehen.

Die erste Runde lief ganz gut und ich war mir des Sieges sehr sicher, als Matina, die in der Runde meine Partnerin gespielt hat, mir einen Strich durch die Rechnung zog und den König umwarf, was das sofortige Ende unseres Spieles einleitete – zusammen mit unserer Niederlage.

Naja, die Ergebnisse aller Partien wurden eingetragen und so verbrachten wir zwei weitere Runden. Aus allen Richtungen konnte man Ausrufe vernehmen. Vom erfreuten „Ja“ oder einem verärgerten „Das kann doch nicht sein, der hat doch schon gewackelt“ bis hin zum „hast du den am Boden festgeklebt oder warum will der nicht umfallen?!“ war alles vertreten.

Mehr oder weniger erfolgreich gingen wir dann nach der dritten Runde zum traditionellen Hot Dog Essen in die Mittagspause. Wer satt war, konnte sich die Zeit vertreiben, indem er für die nächsten Runden übte, sich mit den anderen unterhielt oder eine Runde im Cola-See schwimmen ging.

Nach dem Mittag starteten wir weitere drei Runden und auch diese verliefen für den einen mehr, für den anderen weniger erfolgreich. Da wir nun aber drei Personen hatten, die laut Tabelle den ersten Platz gemacht hätten, es aber nur einen Pokal gab, musste jetzt ein Stechen her, aus dem dann der Gewinner hervortrat.

Nach einer kurzen Auswertungspause versammelten wir uns alle wieder und die Plätze wurden bekannt gegeben. Auf dem ersten Platz landete Thomas Schultze, Herzlichen Glückwunsch!

Den Rest des Tages verbrachten wir hauptsächlich beim Vereinshaus, denn dort waren die Sauna und direkt der See. Allerdings brach auch eine kleine Gruppe auf, um Wildpferde suchen zu gehen.

Diejenigen von uns, die nicht gingen, nutzten sehr viel die Seilbahn, die quer über den See geht und fuhren entweder ganz rüber ans trockene Ende oder sprangen in der Mitte in den See.

Gegen Fünf wurde der Grill angeschmissen und so setzten wir uns zusammen an den Tisch, aßen und redeten viel. Auch beredeten wir schon mal etwas für das Bundespfingstlager 2019 in Hamburg.

Saßen wir da so idyllisch, lachten und redeten viel, so fragten wir uns nach einiger Zeit, was denn aus unserer Truppe geworden war, die die Wildpferde suchen gegangen war? Diese Frage beantwortete sich kurz darauf, als die Gruppe aufgeregt wiederkam und erzählte, dass sie doch tatsächlich Pferde gefunden hatten!

Am Abend stellten wir das Vereinshaus um, sodass jeder Platz zum Schlafen hatte und auch der Kamin wurde angemacht. Eingemummelt in die Schlafsäcke entstanden noch so ein paar leise Gespräche, bis auch diese verstummten und alle schliefen.

Zumindest haben Daniel und ich uns das so gedacht, als wir uns auch ins Bett begaben und dem schönen Bild begegneten, wie die ganzen schlafenden Körper ruhig in ihren Betten lagen und das Kaminfeuer ein wenig warmes Licht spendete.

Am nächsten Morgen hieß es dann auch schon packen, frühstücken und noch mehr packen, bis alles im Auto verstaut war. Nach einer Verabschiedungsrunde, in der wir von vorne in Rolfs Vorzelt reingingen, tschüss sagten und hinten aus dem Vorzelt wieder rauskamen, war es dann auch schon wieder soweit und wir fuhren alle nach Hause.

Riccarda

Wildpferde

Endlich haben wir „sie“ gesehen!

Wir, die HSN-Jugend, waren mit zum Kubbturnier gefahren. Das Turnier hat viel Spaß gemacht und war um 15.30 Uhr zu Ende. Für uns ist der NBI etwas Besonderes, klar ist es auch ein tolles Gelände und die Mitglieder sind super nett, ABER für uns sind deren „Nachbarn“ etwas Besonderes. In dem an das Gelände angrenzenden Naturschutzgebiet leben neben Galloway-Rindern auch richtige Wildpferde! Wir waren bei jedem unserer Besuche in dem sehr weitläufigen Naturschutzgebiet, um die Wildpferde zu sehen. Über Stunden sind wir durch das Gelände gestreift, mit Führungen oder alleine, nie haben wir „sie“ gesehen.

Auch bei diesem Besuch wollten wir „sie“ unbedingt suchen. Das Turnier hat uns fast etwas zu lange gedauert, nach der Siegerehrung gab es dann kein Halten mehr, auch das bevorstehende Grillen konnte uns nicht mehr davon abhalten. Wir wollten einfach los und so machten wir, Jasmin (FSH), Milina, Emely, Lina, Mama und ich (HSN) uns auf den Weg. Wir trafen gleich am Anfang eine große Gruppe Galloway-Rinder mit Kälbern und einen ziemlich verrückten Bullen. Wir wollten ihm einen unserer Äpfel geben – so etwas hat er wohl noch nicht gesehen, denn als ich ihm den Apfel geben wollte, fing er wie verrückt rum zu hopsen. Gegessen hat er den Apfel auch nicht.

Unser Weg führte uns in die Hügellandschaft. Dort teilten wir uns in drei Gruppen auf: Jasmin und Lina, Emely und ich, Mama und Milina. Wir suchten das weitläufige Gelände ab – nichts – nach fast einer halben Stunde trafen wir uns wieder. Jede Gruppe hatte sowohl Hufspuren als auch Pferdeäppel gefunden. Sie sind hier – irgendwo – nun war die Frage, zurück zum NBI und was essen oder suchen wir weiter? Emely und ich wollten weitersuchen, die Anderen wollten zurück. Als Mama unsere traurigen Gesichter sah, machte sie den Vorschlag, noch ein Stück bis zum Ende der Hügellandschaft zu gehen. Das war für die Anderen auch ok. Also machten wir uns wieder auf den Weg.

Nach knapp zehn Minuten erreichten wir das Ende, ein schmalerer Weg führte dann mit einer Kurve wieder auf einen neuen Abschnitt des Naturschutzgeländes. Auf der linken Seite waren wieder einige Rinder. Wir überlegten, ob wir weitergehen oder jetzt durch ein Tor das Gelände verlassen sollten, langsam hatten wir alle Hunger. Auf einmal durchbrach ein Schnauben die Stille. Wir guckten uns an und kurzdarauf war noch ein Schnauben zu hören. Wir sind leise weitergegangen und als wir um die Ecke kamen, sahen wir „sie“ – da standen fünf Wildpferde und grasten.

Mein Herz hüpfte so verrückt wie der Bulle am Anfang. Ich musste vor Freude weinen, ENDLICH nach so vielen Versuchen hat es geklappt. Wir sind langsam auf die Gruppe zu gegangen. Wenn sie in unsere Richtung geschaut haben, haben wir uns kurz hingehockt, damit sie keine Angst vor uns haben. So konnten wir uns ihnen tatsächlich nähern. Zwei von ihnen waren etwas schüchtern, aber die anderen drei kamen uns sogar entgegen.

Wir konnten sie streicheln! Schnell hatte jeder von uns „seinen“ Liebling gefunden. Meinem Liebling – einem Wallach – habe ich den Namen Jenkie gegeben, nachdem ich ihn einige Zeit gestreichelt habe, lief er mir überall hinterher. Ich bin über einen kleinen Graben gesprungen und er hinterher. Zum Schluss ließen sich auch die beiden scheueren Pferde streicheln.

Wir waren alle soooooooooo glücklich. Es fiel uns sehr schwer, die Pferde da zu lassen. Mama meinte, dass sie es nirgends so schön haben wie hier! Die Pferde sind uns noch ein Stückchen gefolgt, aber dann blieben sie in „ihrer“ Welt zurück.

Als wir zurück beim NBI waren, haben wir allen von den Pferden erzählt. Edeltraut meinte zu Mama, als sie uns das Tor auf gemacht hatte, konnte sie in unseren Gesichtern sehen, dass wir die Pferde gesehen haben, wir hätten alle gestrahlt!

Wir haben gegessen und sind mit der Seilbahn über den See gefahren und hatten riesig Spaß. Später sind wir noch einmal ins Naturschutzgebiet gegangen und haben die Gruppe wieder gefunden. Am liebsten möchte ich meine Sommerferien beim NBI verbringen und ganz oft Jenkie und seine Freunde treffen. Ein Traum ist wahr geworden!

Vianne

Das zweite Mal bei „unseren Lieblingen“

Da uns das erste Treffen zu kurz war, wollten wir unbedingt nach dem Abendessen noch einmal zu ihnen. Diesmal bin ich mit Pit, Daniel und Vianne zu den Pferden gegangen. Wir haben uns nach Ankunft im Naturschutzgebiet wieder in zwei Gruppen geteilt. Daniel und Vianne waren eine Gruppe, Pit und ich die zweite Gruppe. Daniel und Vianne sind gleich zu der Wiese gegangen, wo wir die Pferde nachmittags gefunden hatten. Pit und ich haben zuerst in der Hügellandschaft gesucht und sind später zu Daniel und Vianne gegangen.

Die Pferde hatten sich diesmal zwischen einigen Tannen zurückgezogen. Erst waren sie etwas ängstlich und sind weg gegangen, aber nach kurzer Zeit haben sie wieder Vertrauen gefunden und sind zu uns gekommen.

Jenkie spielte sogar mit Pit. Wir hatten allen Pferden nachmittags schon Namen gegeben: Jenkie, Harley, Joker, Happy und Sunny. Gefährlich wurde es für alle, als sich ein hornissenartiges Tier auf Harleys Rücken setzte. Aus Angst vor einem möglichen Stich, haben wir die Pferde aufgescheucht, damit sie weggaloppierten und das komische Tier nicht zu stechen konnte. Nach ca. zehn Minuten beruhigte sich die Gruppe und wir konnten sie wieder streicheln.

Leider mussten wir um 21.15 Uhr wieder auf dem Gelände sein. Der Abschied fiel uns noch schwerer als vor einigen Stunden, denn nun war klar, es ist ein Abschied für lange Zeit. Wir, Vianne und ich hoffen für einige Tage – vielleicht sogar eine Woche – in den Ferien zurückzukommen.

Emely

DFK-Verbandsratssitzung in Hannover

Die Verbandsratssitzung fand am 09.09./10.09.2017 in den Räumen der DFK-Geschäftsstelle in Hannover statt. Der VFN Nord war durch Joachim Poetsch, der die Sitzung leitete, und Heiko Herzberg vertreten.

In sachlicher Atmosphäre wurden viele Themen rund um den Sport und die Verbandsarbeit diskutiert. Die Vertreter der Landesverbände trugen mit ihren Kommentaren und Anmerkungen konstruktiv zum Gelingen dieser Tagung bei.

Viele offene Gesprächspunkte wurden zielorientiert abgearbeitet, u.a. war der Internationale Naturistenlauf und Mee(h)r erleben Thema der Sitzung.

Auch 2018, unter der bewährten Leitung von Günther Hedderich (FSG-NW) und Edgar Nesseler (DFK), wird diese große FKK-Sport-Familienfreizeit wieder stattfinden. Der 9. Internationale Naturistenlauf ist ebenso in Planung wie die große Zirkusshow für die Kinder.

In fröhlicher Runde wurde die Sitzung beendet.

Bericht: Verbandsrat, Bilder: Christel Reimers, Jürgen Krüll

INF Pétanque 2017

Die INF-Meisterschaften Pétanque fanden vom 1. bis 3. September 2017 in Zeeland/Holland statt; auf dem Gelände von De Peelrands fanden alle internationalen Teams eine freundliche Aufnahme.

Bei gutem Wetter, wenn auch etwas kühl, schafften es 14 von 15 DFK-Doubletten in die A-Runde. Die Organisation in Peelrand war durch Arent und seine Helfer hervorragend. Die INF-Präsidentin Sieglinde Ivo war ebenfalls vor Ort. Der DFK belegte mit Annegret und Detlef vom BfnL Flensburg Platz 1 und mit Laura und Kai Platz 4.

Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern und vielen Dank für das toll organisierte Wochenende in Holland!

Messe Reisen Hamburg 2017

Vom 08.02. bis 12.02. fand auf dem Hamburger Messegelände zum 40. Mal die „Reisen Hamburg“ statt. Über die fünf Veranstaltungstage wurde die Messe von etwa 71.000 Gästen besucht und es präsentierten sich ca. 850 Aussteller – einer davon war der VFN Nord.

Der VFN Nord nahm erstmals an einer Messe teil und wurde dabei tatkräftig von Mitgliedern aus den Vereinen und am Wochenende zusätzlich von der fkk-jugend LV HH/SH unterstützt!

Nach langer Zeit der Planung durch einen Arbeitskreis, der sich aus Mitgliedern verschiedener Vereine des VFN Nord zusammensetzte, wurde die Theorie in die Praxis umgesetzt. Das Interesse, auf dem Messestand aktiv mitzuarbeiten war erfreulich groß.

Einige Ideen mussten am Tag des Messeaufbaus gestrichen werden, weil sie aus Platzgründen nicht umsetzbar waren. Für Informationsmaterial seitens des DFK, der Firmenfördermitglieder und unserer Mitgliedsvereine, sowie einiger Sponsoren war mehr als ausreichend gesorgt.

Vom ersten Messetag an wurde unser Stand zu Gesprächen aufgesucht. Es wurden viele intensive und interessante Gespräche geführt und wir stellten fest, dass das Thema „FKK“ in der Bevölkerung gut bekannt ist und es anscheinend wenig Hemmungen gegenüber dem Naturismus gibt. Besonders der DFK-Campingplatz am Rosenfelder Strand war bei vielen Gesprächspartnern von großem Interesse, teilweise aber auch schon bekannt.

Die fkk-jugend HH/SH nutzte die Gelegenheit, sich jungen Familien auf der Messe zu präsentieren und diese über ihre Aktivitäten zu informieren. Viele waren von der Arbeit der fkk-jugend HH/SH,  über die in den Gesprächen informiert wurde, begeistert.

„Renner“ am Informationsstand waren die DFK-Hefte „FKK-DIREKT“ und das Reiseprogramm von Miramare-Reisen. Ebenfalls sehr gut angenommen wurden die Flyer unserer Vereine, der dem DFK angeschlossenen Firmenfördermitglieder, sowie der FKK-Camping-Ostsee GmbH am Rosenfelder Strand, da oftmals nach Erholungszielen in der näheren Umgebung gesucht wurde.

http://www.dfk.org/fkk/images/stories/Messen/17_MesseHH3xx.jpg

Von unseren Mitgliedsvereinen zur Verfügung gestellte Gutscheine wie z.B. Einladungen zu einem Schnupperwochenende, einer langen Saunanacht,  einer Schnuppermitgliedschaft oder einem Tagesbesuch auf dem Vereinsgelände wurden dankend angenommen.

Nach zögerlichem Auftakt hatte unsere Tombola über die fünf Veranstaltungstage dann doch so viele Teilnehmer, dass wir alle unsere Gewinne verlosen konnten.

Allen Vereinen, dem DFK, Firmenfördermitgliedern des DFK,  und sonstigen Unterstützern danken wir auf diesem Weg für die uns zur Verfügung gestellten Preise!

Das Fazit der Messe ist ganz eindeutig: es hat sich gelohnt!

Wir gehen davon aus, dass viele unserer Besucher sich auf einem unserer Gelände einfinden werden, um uns näher kennen zu lernen.

Auf diesem Weg bedankt sich der Vorstand des VFN Nord bei allen, die mitgearbeitet und uns unterstützt haben.

Wir würden uns freuen, unsere Mitgliedsvereine und die fkk-jugend HH/SH für eine Wiederholung in 2018 gewinnen zu können.

http://www.dfk.org/fkk/images/stories/Messen/17_MesseHH4xx.jpg

Mee(h)r erleben 2014

Die Aktiven dürfen wiederkommen
FKK – Familienfreizeit „Mee(h)r erleben“ zeigt ein lebendiges Bild des Naturismus

 

Wofür hat „Mee(h)r erleben“ im Jahre 2014 gestanden ? Es sind das abwechslungsreiche Programm, die Freude am Naturismus sowie vor allem die Gemeinschaft und die vielen Begegnungen gewesen, die die FKK-Familienfreizeit „Mee(h)r erleben“ am Rosenfelder Strand im schleswig–holsteinischen Grube geprägt haben. Unter dem Dach der Internationalen Naturisten-Föderation (INF), des Deutschen Verbands für Freikörperkultur (DFK) und der Familien-Sport-Gemeinschaft Nordrhein-Westfalen (FSG NW) haben sich Natururistinnen und Naturisten aus der ganzen Bundesrepublik, aber auch aus vielen anderen Nationen wohl fühlen können.

 

Mee(h)r erleben Party„Wir haben 511 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Ostseeküste begrüßen dürfen, von denen sich 438 durch ihr persönliches Engagement eingebracht haben“, hat beim Abschlussabend der Camp-Organisator Günther Hedderich sein Resümee gezogen. Die aktiven Menschen am FKK-Strand in Rosenfelde hat er gleich für das kommende Jahr 2015 erneut eingeladen und nochmals betont, dass die FKK–Familienfreizeit „Mee(h)r erleben“ vom Engagement der Urlauberinnen und Urlauber lebe. So gelinge es auch, den Preis für die beliebte FKK – Familienfreizeit überschaubar zu halten.

„Mee(h)r erleben“ trotzt gegenwärtig den Unkenrufen, dass die Freikörperkultur sich gerade über Wasser halte. „Mee(h)r erleben“ zeichnet ein lebendiges Bild des bundesdeutschen Naturismus. Gerade junge Familien haben die Gelegenheit, von den vielfältigen Angeboten der FKK–Familienfreizeit zu profitieren.
Eine Rekordteilnehmerzahl hat beispielsweise der 5. Internationale Naturistenlauf erlebt. Mit 192 Sportlerinnen und Sportlern im Eva-und-SiegerehrungAdam-Kostüm überrifft von Franz Dirscherl organisierte Sportveranstaltung sämtliche Erwartungen. Als Walker, Nordic-Walker und Läufer suchen die Laufbegeisterten jeden Alters über 5000 und 10000 Meter den Wettstreit. „Ich bin immer wieder überrascht, welche Mühen einzelne Menschen auf sich nehmen, um am Naturistenlauf teilzunehmen“, zeigt sich Franz Dirscherl begeistert. Aus verschiedenen europäischen Ländern, aber auch aus den USA reisen Läuferinnen und Läufer an die Ostsee.

Wer nackt durch die Natur wandern wollte, hat bei der FKK-Familienfreizeit „Mee(h)r erleben“ die Begegnung mit der Nacktwander-Pionierin Nicole Wunram suchen können. Mit 61 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist sie eine ca. 6 Kilometer lange Strecke auf dem Gelände des FKK–Campingplatzes und um ihn herum gelaufen. „Ich geniesse es immer wieder, die Ostseebrise auf der Haut zu spüren“, ist nicht nur eine Reaktion gewesen, die nicht nur Nicole Wunram geäußert hat.

„Des Kaisers neue Kleider“ haben Naturistinnen und Naturisten bei einer Bodypainting – Aktion ankleiden können. Ein Bungee-Gerüst hat das traditionelle Kinderfest bereichert. Mit dem Sandburgenbau ist die Kreativität der kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeregt worden.

Mee(h)r erleben Zirkus

Ja, die Begeisterung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist groß gewesen. „Man kennt sich und freut sich auf ein Wiedersehen“, haben zahlreiche Naturistinnen und Naturisten zum Abschluss unterstrichen. Sie hoffen, dass die Begegnungen ihren lebendigen Charakter behalten. Vielleicht entwickeln sich die Programmangebote ja auch weiter, so dass „Mee(h)r erleben“ auch Abwechslungsreichtum bietet.

Text: Christoph Müller (FSG Nordrhein-Westfalen)
Fotos: Delef Schleicher